


















    




<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>

<rss version="2.0"  xml:lang="de-de"  xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom">
    <channel>
        

        

        
            <language>de-de</language>
        

        
            <lastBuildDate>Sun, 19 Apr 2026 00:00:00 UTC</lastBuildDate>
        

        
            <link>https://tivagaro.de/</link>
        

        
            <atom:link href="https://tivagaro.de/rss.xml" hreflang="de-de" rel="self" type="application/rss+xml"/>
        

        
            

            <atom:link href="https://tivagaro.de/" hreflang="de-de" rel="alternate" type="text/html"/>
        
            

            <atom:link href="https://tivagaro.de/rss.xml" hreflang="de-de" rel="alternate" type="application/rss+xml"/>
        

        

        

        
            <title>Tivagaro Bhikkhu</title>
        

        

        
            
                <item>
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    

                    

                    

                    

                    

                    
                    
                    

                    

                    
                        <description><![CDATA[<a href="https://www.youtube.com/watch?v=5j2maSQhgtc" target=_blank rel="noopener noreferrer" class=yt-thumb-link><img src=https://img.youtube.com/vi/5j2maSQhgtc/maxresdefault.jpg alt="Video auf YouTube ansehen" class=yt-thumb-img></a><p>„Wo war ich, bevor ich da war?“ Diese Frage stammt nicht von einem Philosophen, sondern von einem vierjährigen Kind. Und sie gehört zu jenen Sätzen, die Erwachsene gern überhören, weil sich darauf nicht leicht eine Antwort finden lässt.</p><p>Die entwicklungspsychologische Forschung der letzten Jahrzehnte zählt genau solche Äußerungen zu den aufschlussreichsten der frühen Kindheit. Ein drei- bis fünfjähriges Kind stellt im aktiven Austausch mit Bezugspersonen bis zu hundert echte Wissensfragen pro Stunde. Das ist kein Ruf nach Aufmerksamkeit, sondern ein echtes Verlangen nach Erklärung.</p><p>Unter diesen Fragen taucht eine Gruppe von Motiven auf, die die Forschung weltweit beschäftigt, weil sie in vielen untersuchten Kulturen wiederkehrt, unabhängig von Erziehung und Glauben. Es sind jene Fragen, in denen das Kind der Endlichkeit begegnet: dem Verschwinden der Dinge, dem Ort der Toten, dem eigenen Nicht-mehr-Sein und der Frage, was vor allem anderen da war.</p><p>Am frühesten begegnet dem Kind das Verschwinden. Die verlöschende Kerze. Das tote Insekt auf dem Fensterbrett. Das plötzlich abwesende Haustier. In den ersten Lebensjahren bleibt all das unverbindlich. Die Kerze könnte wieder brennen. Das Tier könnte wieder aufwachen. Doch schon zwischen drei und vier Jahren beginnt das Kind, den Tod als eine Form der Abwesenheit neu zu bedenken. Mit vier oder fünf reift dann jene Einsicht, die alles verändert: dass manches Verschwinden endgültig ist. Dass der Körper, der nicht mehr atmet, auch nicht mehr essen, nicht sehen, nicht denken wird. Mit sechs oder sieben Jahren fügt das Kind eine weitere Ebene hinzu. Sie betrifft nicht nur dieses eine Insekt, nicht nur das eigene Haustier, nicht nur den Großvater. Alles, was lebt, wird sterben. Es ist eine Einsicht, die sich Stück für Stück über Jahre aufbaut.</p><p>An dieser Stelle zeigt sich in der Forschung etwas Merkwürdiges. Während der kindliche Geist die biologische Seite des Todes allmählich begreift, arbeitet zur selben Zeit ein zweites System in ihm, das dieser Einsicht widerspricht. Ein berühmt gewordenes Experiment hat es auf besonders anschauliche Weise sichtbar gemacht. Kindern im Vorschulalter wurde eine einfache Geschichte erzählt: Eine Maus läuft durch den Wald, und ein Alligator frisst sie. Dann stellten die Forscher Fragen. Frisst die Maus noch? Nein, sagten die Kinder, sie isst nicht mehr. Sieht sie noch? Nein. Arbeitet ihr Gehirn? Nein. Bis dahin klingt alles nach einer klaren biologischen Auffassung des Todes. Doch dann kamen andere Fragen. Vermisst die Maus ihre Mutter? Ja. Ist sie traurig? Ja. Hat sie Angst? Ja. Dieselben Kinder, die den Körper für erloschen hielten, sprachen der Maus ungebrochen Gefühle und Wünsche zu.</p><p>Ein kindliches Bewusstsein kann sich seine eigene Auslöschung nicht vorstellen. Jede Vorstellung setzt voraus, dass vorgestellt wird. Einen Zustand, in dem gar nichts mehr vorgestellt wird, kann das vorstellende Bewusstsein von innen her nicht fassen. Darum fällt es dem Kind so schwer, den Gedanken an das eigene Ende zu greifen. Dass alles Lebendige stirbt, erfassen die meisten Kinder um das sechste, siebte Jahr. Die volle, emotionale Einsicht jedoch, dass auch das eigene Ich einmal nicht mehr sein wird, reift selten mit einem Schlag; sie dämmert über Jahre und meist zögernd. Das eigene Dasein wird dem Kind nicht dadurch bewusst, dass es ist, sondern dadurch, dass es einmal nicht mehr sein wird.</p><p>Und hier lässt sich etwas beobachten, das offen zutage liegt: In demselben Maß, in dem sich im Kind ein Ich aufbaut, wächst die Sorge um dieses Ich. Je fester das Bild vom eigenen Selbst wird, desto drängender die Notwendigkeit, es zu beschützen. Man kann es so lesen: Die Angst vor dem eigenen Ende wächst parallel zum Entstehen des eigenen Ichs.</p><p>Zugleich arbeitet im kindlichen Denken ein weiteres System, eines, das die Welt beständig nach einem Zweck durchsucht. Fragt man fünfjährige Kinder, warum es Berge gibt, antworten sie nicht geologisch. Sie sagen: damit man sie besteigen kann. Warum gibt es Flüsse? Damit man darin schwimmen kann. Warum sind manche Steine spitz? Damit Tiere sich nicht darauf setzen. Das Kind nimmt die Welt so wahr, als sei sie gemacht, mit einer Absicht, von jemandem, zu einem Zweck. Diese Denkfigur taucht auch in Familien auf, in denen von einem Gott oder einem Glauben nie die Rede war. Sie scheint zur Grundausstattung des frühen Denkens zu gehören.</p><p>Und wenn das Kind diese Denkfigur vom einzelnen Ding auf das Ganze überträgt, führt sie früher oder später zu der Frage, die jede Ursprungsgeschichte ins Wanken bringt: Wenn alles gemacht ist, wer hat die Welt gemacht? Und kaum ist das gesagt, folgt die nächste: Wer hat den gemacht, der die Welt gemacht hat? Das Kind trifft hier von selbst auf dasselbe Problem, an dem Teile der Philosophie seit Jahrtausenden arbeiten.</p><p>Es wäre ein Irrtum, diese Kinderfragen für naiv zu halten. Im Gegenteil: Das Kind steht den Dingen in manchem näher als der Erwachsene, der sie später überhört. Es nimmt den Wandel der Welt unmittelbar wahr. Das Ich, das sich später gegen solche Wahrnehmungen absichern möchte, ist in ihm noch im Aufbau.</p><p>Die frühe buddhistische Lehre spricht von drei Daseinsmerkmalen, die sich an allem Bedingten zeigen. Zu jedem einzelnen gibt es umfassende Darstellungen. Hier reicht es, die logische Folge nachzuzeichnen, in der sie auseinander hervorgehen.</p><p>Der erste heißt <em>anicca</em>, die Unbeständigkeit. Alles, was entsteht, vergeht. Die Kerze verlischt, die Frucht verfault.</p><p>Wenn aber alles, was entsteht, vergeht, dann kann nichts dauerhaft tragen. Jedes Haltenwollen stößt sich am Wandel; jede Bindung trägt ihren Verlust in sich. Dies ist das zweite Merkmal, <em>dukkha</em>, eine Unbehaglichkeit, die sich durch alles Bedingte zieht.</p><p>Und wenn nichts dauerhaft ist, dann kann es auch kein dauerhaftes Etwas geben, das dem Wandel als festes Ich gegenüberstünde. Dies ist das dritte Merkmal, <em>anattā</em>, das Nicht-Selbst. Und genau hier liegt die eigentliche Antwort auf die Ausgangsfrage dieses Beitrags.</p><p>Jedes neugeborene Kind beginnt ohne ein gedachtes Ich. Sein Leib unterscheidet zwar von Anfang an zwischen eigen und fremd; schon ein Säugling spürt den Unterschied zwischen der eigenen Hand an der Wange und der Hand eines anderen. Doch die Vorstellung, ein fester, eigener Kern zu sein, ein Ich, das diesen Leib bewohnt, ist nicht angeboren. Sie wird erlernt. Über Jahre hinweg fügt das Kind sie aus tausend Rückmeldungen zusammen: aus dem Namen, den andere rufen, aus dem Spiegelbild, aus Lob und Tadel, aus dem, was als „meins“ gilt und was als „deins“. Mit der Zeit verfestigt sich all dies zu einem Gefühl, das später kaum noch jemand bezweifelt.</p><p>Wenn dann die Frage erscheint „Wo war ich, bevor ich da war?“, so setzt sie in ihrer Grundannahme bereits dieses feste Ich voraus. Aus buddhistischer Sicht liegt der Fehler jedoch schon in eben dieser Grundannahme selbst: in der Vorstellung, es gäbe ein stabiles Ich. Woher kommt es? Wohin geht es? All diese Fragen führen den menschlichen Verstand allzu schnell auf Irrwege. Zusätzliche Konzepte werden nötig: eine Seele, ein höheres Selbst, wie auch immer man es benennen mag. Doch diese Konzepte sind vage; sie halten bei genauer Betrachtung nicht stand. Wie sollte diese Seele aussehen? Wo war sie vorher, und wer hat sie erschaffen? Wo ist ein Gott, und wenn er wirklich guter Absicht sein sollte, wieso handelt er dann nicht, wenn schlimme Dinge geschehen?</p><p>Die buddhistische Lehre bleibt hier sehr pragmatisch: Es gab und gibt zu keiner Zeit etwas Stabiles. Keinen festen Kern, der einen fixierten Ort haben könnte. Es gibt Bedingungen. Was wir „Ich“ nennen, ist ein Geflecht bedingter Vorgänge, die einander hervorbringen und wieder vergehen. Der Fluss ist nie derselbe, das Wasser ist nie das gleiche und doch setzt sich ein Flusslauf fort. Der Säugling ist nicht der Greis, und doch verbindet beide eine unausweichliche Spur.</p><p>Was aber würde ein buddhistisch versierter Mensch einem Kind nun antworten, wenn es ihn tatsächlich fragt: „Wo war ich, bevor ich da war?“</p><p>Er würde nicht versuchen, dem Kind einzureden, es existiere gar nicht. Dies wäre bereits eine der beiden weit verbreiteten Fehlannahmen: die Annahme, es gebe zunächst ein Ich, das eine Weile da ist und dann endet. Die andere Falle ist ihr Gegenstück: der Glaube an ein ewiges Selbst. Beide setzen dasselbe feste Ich zu einer bestimmten Zeit voraus. Die Daseinsmerkmale zeigen hingegen: Es gibt diesen festen Kern zu keiner Zeit. Diese Tatsache kann ein Mensch erkennen, wenn geistige Hindernisse wegfallen. Es ist kein Zugewinn in einem klassischen Sinne, kein „mehr“, sondern ein Aufgeben der Verblendung.</p><p>Auch das Kind wird sich zu gegebener Zeit und in geeignetem Alter vor dieser Frage wiederfinden. Die Antwort kann es nur für sich finden: <em>paccattaṃ veditabbo viññūhi</em> – es ist von den Weisen jeweils selbst zu sehen.</p><p>Die Fragen, die ein Kind sich stellt, verschwinden nicht, weil sie kindlich wären. Sie verschwinden erst wirklich, wenn sie wahrheitsgemäß beantwortet werden. Dort, wo die Antwort ausbleibt oder hohl und unlogisch erscheint, kehren sie später wieder: in der Jugend als Fremdheit, in den mittleren Jahren als Unruhe, schlimmstenfalls am Sterbebett als letzte offene Frage.</p>]]></description>
                    

                    
                        <guid isPermaLink="false">tag:tivagaro.de,2026-04-19:/101fragen/wo-war-ich-bevor-ich-da-war/</guid>
                    

                    
                        <link>https://tivagaro.de/101fragen/wo-war-ich-bevor-ich-da-war/</link>
                    

                    
                        

                        

                        <atom:link href="https://tivagaro.de/101fragen/wo-war-ich-bevor-ich-da-war/" hreflang="de-de" rel="alternate" type="text/html"/>
                    

                    

                    
                        <pubDate>Sun, 19 Apr 2026 00:00:00 UTC</pubDate>
                    

                    
                        <title>Wo war ich, bevor ich da war?</title>
                    
                </item>
            
        
            
                <item>
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    

                    

                    

                    

                    

                    
                    
                    

                    

                    
                        <description><![CDATA[<p><strong>Phra Ajaan Mun Bhuridatta Mahathera</strong> (1870–1949) war unbestritten der angesehenste buddhistische Mönch der jüngeren thailändischen Geschichte. Er wurde 1893 ordiniert und verbrachte den größten Teil seines Lebens wandernd durch Thailand, Burma und Laos, meist in Wäldern lebend und der Meditation gewidmet. Er zog eine große Schar von Schülern an und war – gemeinsam mit seinem Lehrer, Phra Ajaan Sao Kantasila Mahathera – maßgeblich an der Etablierung der asketischen Waldtradition beteiligt, die sich mittlerweile über ganz Thailand und in mehrere andere Länder ausgebreitet hat.</p><p>Trotz seines Ruhms als Lehrer wurden nur wenige seiner Unterweisungen für die Nachwelt festgehalten. Während seines Lebens wurde lediglich ein schmales Buch mit Auszügen aus seinen Predigten veröffentlicht: Muttodaya (Ein befreites Herz). Seine Schüler gingen allgemein davon aus, dass er selbst keine seiner Lehren niederschrieb. Doch nach seinem Tod fand man unter den wenigen hinterlassenen Papieren folgendes Gedicht. Auf der letzten Seite vermerkte er, dass er es während eines seiner kurzen Aufenthalte in Bangkok verfasste, im Wat Srapatum („Lotusteich-Kloster“), vermutlich in den frühen 1930er Jahren. Offenbar wurde er von einem anonymen Gedicht zum Thema Meditation inspiriert, das zu jener Zeit in Bangkok verfasst und gedruckt wurde, denn beide Gedichte beginnen nahezu identisch – mit den 39 Zeilen der folgenden Übersetzung, die mit „Einst war da ein Mann, der sich selbst liebte…“ beginnen. Ajaan Muns Gedicht entwickelt sich jedoch danach in eine völlig eigenständige Richtung und offenbart ein weit tieferes Verständnis der Schulung des Geistes.</p><p>Die Übersetzung des Gedichts brachte einige Schwierigkeiten mit sich, nicht zuletzt die Herausforderung, eine endgültige Lesart des ursprünglichen Manuskripts zu ermitteln. Ajaan Mun schrieb in einer Zeit, bevor die thailändische Rechtschreibung standardisiert wurde. Einige Passagen waren mit der Zeit verblasst, und einige scheinen von späterer Hand „korrigiert“ worden zu sein. Eine weitere Schwierigkeit bestand in der grundsätzlichen Frage, wie sich thailändische Poesie, die stark auf Reim, Rhythmus und eine reduzierte Syntax – ähnlich Telegrammen oder Schlagzeilen – setzt, ins Englische übertragen lässt. Dieser Stil verleiht der thailändischen Poesie eine gewisse Leichtigkeit, kombiniert mit tiefgründiger Bedeutung, macht es aber schwierig, eine einzige, präzise Botschaft für die Übersetzung festzulegen – eine hervorragende Lektion für alle, die glauben, dass Wahrheit durch Worte eindeutig vermittelbar ist.</p><p>Die folgende Übersetzung ist so wörtlich wie möglich gehalten, wobei der Text dort ergänzt wurde, wo es zur Verständlichkeit im Englischen notwendig erschien. Da das Original zwischen zwei poetischen Formen – <em>klon</em> und <em>rai</em> – wechselt, habe ich versucht, einen ähnlichen Effekt zu erzielen, indem ich zwischen Blankvers und freier Versform wechsle. Das Ergebnis ist wahrscheinlich zu wortgetreu, um als Poesie zu gelten, aber ich ging davon aus, dass der Leser mehr am Inhalt als an sprachlichen Effekten interessiert sein würde. Die Stellen, an denen ich größere Freiheiten bei der Übersetzung genommen habe, sind in eckige Klammern gesetzt – ebenso wie eine Passage, die ironischerweise von der Gefahr handelt, süchtig nach Korrekturen zu sein, und bei der das Original anscheinend nachträglich verändert wurde.</p><p>Der Leser wird bemerken, dass das Gedicht an manchen Stellen abrupt von einem Thema zum anderen zu springen scheint. In einigen Fällen wurden diese Übergänge durch das Reimschema bestimmt, in anderen sind sie jedoch gar keine echten Themenwechsel. Man sollte bedenken, dass das Gedicht auf mehreren Ebenen operiert. Insbesondere ziehen sich zwei parallele Themen durch den gesamten Text: (1) eine Analyse des äußeren Fehlers, sich auf die Fehler anderer zu konzentrieren, anstatt auf die eigenen, und (2) eine Erörterung des inneren Fehlers des Geistes, die <em>khandhas</em> als etwas von seinem eigenen Bemühen, sie zu erkennen, getrennt zu betrachten (und zu kritisieren). Aussagen, die direkt eine Ebene betreffen, sind indirekt auch auf die andere anwendbar. So behandelt das Gedicht einen wesentlich größeren Bereich der Praxis, als es auf den ersten Blick den Anschein haben mag. Es ist ein Werk, das sich wiederholte Lektüre lohnt.</p><p>Ich möchte Phra Ajaan Suwat Suvaco (Phra Bodhidhammacariya Thera) meinen tiefen Dank aussprechen für seine unschätzbare Hilfe beim Entwirren einiger der schwierigsten Passagen des Gedichts. Etwaige verbliebene Fehler liegen natürlich allein in meiner Verantwortung.</p><div style=text-align:right><p><em>„The Ballad of Liberation from the Khandhas“</em>, by Phra Ajaan Mun Bhuridatta Mahathera, translated from the Thai by Thanissaro Bhikkhu. Access to Insight (BCBS Edition), 2 November 2013.</p><p>© 1995 Metta Forest Monastery. The text of this page („The Ballad of Liberation from the Khandhas“, by Metta Forest Monastery) is licensed under a <a href=https://creativecommons.org/licenses/by-nc/4.0/ rel=external>Creative Commons Attribution-NonCommercial 4.0 International License</a>
.</p><p><small>Deutsche Übersetzung: Tivagaro Bhikkhu, 2025</small></p></div><hr><h2>Die Ballade der Befreiung von den Khandhas</h2><p>Ich verneige mich vor dem Wohlgegangenen,<br>dem höchsten Lehrer, dem Weisen aus dem Sakya-Geschlecht,<br>dem vollkommen Selbst-Erwachten.<br>Und vor den neun transzendenten Dhammas,<br>und vor der edlen Sangha.</p><p>Nun will ich eine kurze Darlegung<br>der Dhamma-Khandhas geben,<br>soweit ich sie verstehe.</p><p>Einst gab es einen Mann, der sich selbst liebte<br>und das Leid fürchtete. Er sehnte sich nach Glück,<br>frei von Gefahr, und so wanderte er umher,<br>rastlos. Wo immer Menschen sagten,<br>dass Glück zu finden sei, dorthin zog ihn sein Verlangen.<br>Doch das Wandern währte lange, lange Zeit.</p><p>Er war einer derer, die sich selbst liebten<br>und wahrlich den Tod fürchteten.<br>Er wünschte sich die Befreiung<br>von Alter und Vergänglichkeit.<br>Dann, eines Tages, erkannte er die Wahrheit:<br>Er ließ die Ursache des Leidens los,<br>das Vergängliche, das Zusammengesetzte.</p><p>Da fand er eine Höhle voller Wunder,<br>von endlosem Glück – sein eigener Körper.</p><p>Als er in die Höhle der Wunder blickte,<br>verging sein Leiden, sein Herz wurde still.
Er schaute und schaute, rings um den Berg,<br>und erfuhr grenzenlosen Frieden.</p><p>Doch er fürchtete: Würde er es seinen Freunden davon erzählen,<br>sie hielten ihn für wahnsinnig.<br>Besser wäre es, allein zu weilen,<br>versunken in Frieden,<br>frei von der Sehnsucht nach Begegnungen,<br>als durch die Welt umher zu schweifen,<br>gelobt und geschmäht,<br>zermürbt und geplagt.</p><p>Doch dann kam ein anderer Mann,<br>geängstigt vom Tod,<br>sein Herz verwelkt, entmutigt.<br>Er trat zu mir, sprach offen<br>und voller Kummer:</p><p><em>„Lange schon mühst du dich in Meditation.<br>Hast du es gefunden,<br>das wahre Dhamma deiner Träume?“</em><br>(Eh! Woher kennt er meine Gedanken?)</p><p>Er bat mich, bei mir zu bleiben, und ich willigte ein.<br>„Ich werde dich zu einem mächtigen Berg führen,<br>zu einer Höhle voller Wunder,<br>frei von Leiden und Qual:<br>Achtsamkeit, tief versenkt in den Körper.<br>Dort kannst du verweilen,<br>dein Herz kühlen,<br>dein Leid beenden.</p><p>Dies ist der Pfad der edlen Linie.<br>Ob du ihn gehst oder nicht –<br>es liegt bei dir.“</p><p>„Ich täusche dich nicht, noch zwinge ich dich,<br>ich sage nur die Wahrheit, so wie sie ist.“</p><p>Dann stellte ich ihm Rätsel. Zuerst:</p><p><em>„Was läuft?“</em></p><p>„Was läuft, ist <em>viññāṇa</em>,<br>Bewegungen, die in einer Reihe gehen, schnell,<br>eine nach der anderen.<br>Ohne an den <em>saññās</em> zu zweifeln,<br>verstrickt sich das Herz ins Hin und Her.<br><em>Saññās</em> greifen nach Dingen im Außen,<br>ziehen sie nach innen, um den Geist zu täuschen,<br>ihn verwirren zu lassen,<br>ihn suchend hinauszuschicken,<br>umherirrend.<br>Sie täuschen ihn mit zahllosen Dhammas –<br>wie eine Fata Morgana.“</p><p><em>„Was befreit sich völlig von den fünf Khandhas?“</em></p><p>„Das Herz – und nur das Herz.<br>Es greift nicht, es verstrickt sich nicht.<br>Kein Gift des Besitzens,<br>keine Täuschung mehr,<br>es steht für sich allein.<br>Kein <em>saññā</em> kann es mehr verleiten,<br>ihm folgen zu wollen.“</p><p><em>„Wenn man sagt, es gibt den Tod – was stirbt?“</em></p><p>„<em>Saṅkhāras</em> sterben,<br>vernichten ihre Wirkungen.“</p><p><em>„Was bindet den Geist an diesen Kreislauf?“</em></p><p>„Die List der <em>saññās</em> lässt ihn kreisen.<br>Der Geist gerät in die Irre,<br>weil er den <em>saññās</em> traut,<br>an deren Neigung haftet,<br>die eine Ebene des Seins verlässt,<br>die andere betritt, wandernd,<br>so lange, bis ihm schwindelig wird,<br>er sich selbst vergisst,<br>sich völlig verdunkelt.<br>Egal wie sehr er sich bemüht,<br>den Dhamma zu finden –<br>keinen Blick kann er darauf werfen.“</p><p><em>„Was spürt den Dhamma auf?“</em></p><p>„Das Herz spürt ihn auf,<br>bemüht sich zu erkennen,<br>wie <em>saññās</em> „gut“ sagen,<br>sich an „schlecht“ klammern,<br>den Geist dazu zwingen,<br>sich an Liebe und Hass zu binden.“</p><p><em>„Einmal essen und nie wieder suchen?“</em></p><p>„Das Ende des Begehrens nach Schauen, Wissen,<br>nach Hoffnung auf mehr Wissen,<br>das Ende der Verstrickungen.<br>Der Geist ruht still auf seiner Stätte,<br>lässt die Anhaftungen fallen.“</p><p><em>„Ein vierseitiger Teich, randvoll gefüllt?“</em></p><p>„Das Ende des Begehrens, das Aufgeben des Zweifels,<br>klar, ohne Makel, frei von Gefahr.<br><em>Saññās</em> legen sich nieder,<br><em>saṅkhāras</em> stören nicht mehr.<br>Das Herz ist erfüllt, es fehlt ihm nichts.<br>Ruhig und still verweilt der Geist,<br>ohne klagende Gedanken –<br>etwas, das Tag für Tag bewundert werden kann.</p><p>Selbst wenn man himmlische Schätze<br>in Millionenhöhe gewönne,<br>sie kämen nicht gleich<br>dem wahren Erkennen,<br>das alle <em>saṅkhāras</em> aufgibt.<br>Essentiell; das Ende des Begehrens.<br>Die Namen bleiben in ihrem Raum,<br>sie dringen nicht ein.<br>Der Geist, von nichts gebannt,<br>beendet das Ringen.</p><p>Wie ein Spiegel, der das Abbild zeigt –<br>glaube nicht an <em>saññās</em>,<br>die wie dieses Abbild sind.<br>Gerate nicht in Täuschung<br>durch die Wirrungen der <em>saṅkhāras</em>.“</p><p>Wenn das Herz sich bewegt, kannst du einen Blick erhaschen:<br>das unverfälschte Herz.<br>Mit Gewissheit weißt du: Die Bewegung liegt in dir;<br>denn es wandelt sich.<br>Vergänglichkeit ist eine Eigenschaft des Herzens selbst –<br>kein Grund, andere zu tadeln.<br>Du erkennst die verschiedenen Arten der Khandhas<br>im Wandel des Geistes.</p><p>Einst dachte ich, dass <em>saññās</em> das Herz seien,<br>dass „innen“ und „außen“ wahre Unterscheidungen seien –<br>darum wurde ich getäuscht.<br>Jetzt herrscht das Herz, ohne Sorgen,<br>ohne Hoffnung, sich auf ein bestimmtes <em>saññā</em> zu stützen.<br>Was auch immer entsteht oder vergeht,<br>es gibt keinen Grund, an <em>saññās</em> zu haften<br>oder sie aufzuhalten.</p><p>Als würde man auf einen hohen Berg steigen,<br>hinabblicken in die tiefen Ebenen,<br>alle Lebewesen erblickend.</p><p>Hoch oben, zurückblickend,<br>erkennst du alle deine Angelegenheiten<br>von Beginn an,<br>einen Pfad bildend, wie Stufen.</p><p><em>„Folgt das Steigen und Sinken des Flusses<br>der Wahrheit?“</em></p><p>„Die Veränderung der <em>saṅkhāras</em> kannst du nicht aufhalten.<br>Durch Kamma geformt,<br>sind sie nicht darauf aus, jemandem zu schaden.<br>Wenn du sie ergreifst<br>und sie hierhin und dorthin drängst,<br>wird der Geist getrübt und verirrt sich.<br>Denke nicht daran,<br>den natürlichen Lauf der Dinge zu bekämpfen.<br>Lass Gutes und Schlechtes ihren Weg gehen.<br>Wir lösen uns einfach<br>aus den Verstrickungen der <em>saṅkhāras</em> –<br>das ist Frieden, das ist Kühlung.<br>Wenn du die Wahrheit erkennst,<br>musst du die <em>saṅkhāras</em> loslassen,<br>sobald du ihren Wandel siehst.<br>Wenn du ihrer müde wirst,<br>lässt du sie leicht los,<br>ohne dass es erzwungen werden muss.</p><p>Das Dhamma kühlt.<br>Der Geist hört auf,<br>den Dingen unterworfen zu sein.“</p><p><em>„Die fünf Pflichten vollendet?“</em></p><p>Die Khandhas sind es, teilen die Formen<br>in fünf Bereiche,<br>jeder gefüllt mit seinen Angelegenheiten und Geschäften,<br>ohne Raum für anderes,<br>denn ihre Hände sind voll –<br>kein Platz für Glück oder Verlust,<br>für Lob oder Tadel,<br>für Vergnügen oder Schmerz.<br>Sie lassen jedes dieser Dinge<br>seinem eigenen Wesen folgen,<br>gemäß der Wahrheit.<br>Der Geist ist nicht mehr verstrickt<br>in eines dieser acht,<br>denn die physischen Khandha erzeugen unaufhörlich<br>Altern und Krankheit.<br>Die geistigen Khandhas ruhen nie.<br>Arbeiten wie Motoren,<br>denn sie tragen das Kamma dessen,<br>was sie getan haben:<br>Gute Taten bringen sie in Entzückung,<br>schlechte Taten beunruhigen das Herz,<br>machen es dunkel und getrieben,<br>als stünde es in Flammen.<br>Der Geist wird getrübt und stumpf.<br>Seine Liebe und sein Hass<br>sind seine eigenen Gebilde –<br>wen also könnte er beschuldigen?</p><p>„Willst du Alter und Tod entkommen?<br>Das liegt jenseits der Möglichkeit –<br>als wollten wir,<br>dass der Geist aufhört umherzuwandern,<br>verweilt bei einem Punkt in Stille<br>und hoffen, auf diese Ruhe bauen zu können.<br>Doch der Geist ist etwas Wandelbares,<br>völlig ungewiss.<br><em>Saññās</em> bestehen nur zeitweise.<br>Sobald wir die Natur<br>aller fünf Khandhas durchschauen,<br>wird der Geist klar und rein,<br>makellos, ohne Verstrickung.<br>Kannst du es so erkennen,<br>ist es unvergleichlich,<br>denn du siehst die Wahrheit,<br>ziehst dich zurück<br>und gewinnst Befreiung.<br>Das ist das Ende des Pfades.<br>Nicht kämpfst du gegen den natürlichen Lauf -<br>der Wahrheit der Dinge.<br>Armut und Reichtum, Gut und Böse –<br>all das muss vergehen und schwinden.<br>Nichts kannst du festhalten,<br>worauf der Geist sein Ziel auch setzt.</p><p>„Wenn der Geist von sich aus unbeständig ist –<br>flüchtig, zittrig –<br>und du ihn dabei erkennst,<br>dann findest du das Höchste des Friedens.<br>Kleine Dinge verdunkeln unser Wissen um das Große.<br>Die Khandhas verschleiern den Dhamma vollkommen,<br>und genau dort wandeln wir fehl.<br>Wir vergeuden Zeit,<br>wenn wir nur auf die Khandhas blicken<br>und nicht den Dhamma sehen,<br>der - obwohl größer als die Khandhas -<br>dann wie Staub erscheint.</p><p><em>„Es gibt, es gibt nicht. Es gibt nicht, und doch gibt es.“</em></p><p>„Hier bin ich völlig ratlos,<br>kann es nicht begreifen.<br>Bitte erkläre mir, was es bedeutet.“</p><p>„Es gibt Geburt aus vielerlei Ursachen und Wirkungen,<br>doch sie sind keine Wesenheit,<br>sie alle vergehen.<br>Das ist klar,<br>die Bedeutung des ersten Punktes:<br>Es gibt, es gibt nicht.<br>Der zweite Punkt – es gibt nicht, und doch gibt es –<br>dies weist auf das tiefe Dhamma,<br>das Ende der drei Daseinsebenen,<br>da, wo keine <em>saṅkhāras</em> mehr sind,<br>und doch ein unerschütterliches Dhamma bleibt.<br>Das ist der eine Dhamma, wahrhaft für sich.<br>Dhamma ist einzig und unveränderlich,<br>über alles Sein erhaben,<br>vollkommene Stille.<br>Das Ziel des unbewegten Herzens,<br>in Ruhe verweilend,<br>still und klar.<br>Nicht länger betört,<br>nicht länger fiebrig,<br>seine Begierden entwurzelt,<br>seine Zweifel gelegt,<br>seine Verstrickung mit den Khandhas<br>beendet und besänftigt,<br>die Zahnräder der drei Daseinsebenen gebrochen,<br>die anmaßende Gier verworfen,<br>alle Lieben beendet,<br>keine Besitzansprüche mehr,<br>alle Sorgen geheilt,<br>so, wie das Herz es ersehnte.“</p><p><em>„Bitte erkläre den Pfad des Geistes<br>auf eine weitere Weise,<br>und die Ursache des Leidens im Geist,<br>die den Dhamma verdunkelt.“</em></p><p>„Die Ursache ist riesig,<br>doch kurz gesagt:<br>Es ist die Liebe,<br>die das Herz umklammert,<br>die es an die Khandhas bindet.<br>Wenn das Dhamma mit dem Herzen<br>in jedem Moment verbunden bleibt,<br>ist die Anhaftung beendet,<br>die Ursache des Leidens erlischt.<br>Erinnere dich daran –<br>dies ist der Pfad des Geistes.<br>Dann wirst du nicht mehr<br>in kreisender Ungewissheit taumeln.<br>Der Geist, wenn das Dhamma nicht stets mit ihm ist,<br>haftet an seinen Neigungen,<br>ist besorgt um die Khandhas<br>und versinkt in der Ursache des Leidens.“</p><p>„Kurz gesagt: Da ist Dukkha,<br>und da ist Dhamma;<br>immer mit dem Geist.<br>Betrachte dies, bis du die Wahrheit siehst,<br>und der Geist wird vollkommen kühl.<br>Egal, wie groß Freude oder Schmerz auch sein mögen –<br>sie werden keine Angst mehr bereiten.<br>Nicht länger betört von der Ursache des Leidens,<br>ist der Geist wahrlich wohlgegangen.<br>Schon dieses Wissen allein genügt,<br>um dein Fieber zu lindern,<br>um die Suche nach dem Pfad zur Befreiung zu beenden.<br>Der Geist, der den Dhamma erkennt,<br>vergisst den Geist, der am Staub haftet.<br>Das Herz, das des Dhammas höchsten Friedens erkennt,<br>erkennt gewiss, dass die Khandhas stets leidvoll sind.<br>Dhamma bleibt Dhamma,<br>die Khandhas bleiben die Khandhas – nicht mehr.“</p><p>„Was den Ausdruck betrifft:<br>„Kühl, gelassen und frei von Fieber“ –<br>dies bezieht sich auf den Geist,<br>der sich selbst befreit hat<br>von der süchtig machenden Täuschung<br>(die glaubt, alles korrigieren zu müssen).<br><em>Saṅkhāra</em>-Khandha bringt kein Glück,<br>ist wahrlich leidvoll,<br>denn es muss altern, erkranken, täglich sterben.<br>Wenn der Geist den unvergleichlichen Dhamma erkennt,<br>löst er sich aus seiner trügerischen Verirrung,<br>die das Leiden verstärkt.<br>Diese Verirrung ist schweres Übel des Geistes.<br>Doch wenn er den Dhamma klar erkennt,<br>beseitigt er seinen Irrtum,<br>und kein Gift bleibt im Herz zurück.<br>Wenn der Geist den Dhamma erkennt,<br>voller Gutem,<br>frei von Makel,<br>dann lässt er alles fallen,<br>was ihn ruhelos machen könnte.<br>Er verweilt achtsam, in sich selbst,<br>ohne Verstrickung.<br>Seine Liebe zu den Khandhas endet,<br>seine Neigungen sind geheilt,<br>seine Sorgen verschwinden,<br>alles Staub ist verweht.<br>Auch wenn der Geist denkt,<br>in seiner Linie naturgemäß,<br>halten wir ihn nicht auf.<br>Und weil wir ihn nicht aufhalten,<br>kommt er von selbst zur Ruhe.<br>Das ist Befreiung von der Unruhe.“</p><p>„Wisse: Das Übele und Unheilsame entsteht<br>aus dem Widerstand gegen die Wahrheit.“</p><p>„Übel entsteht aus Nichtwissen.<br>Wird die Tür zur Unwissenheit geschlossen,<br>entsteht höchster Frieden.<br>Alles Übel verstummt,<br>vollkommene Stille.<br>Alle Khandhas sind leidvoll,<br>ohne wahres Glück.“</p><p>„Früher war ich dumm und in Dunkelheit,<br>als wäre ich in einer Höhle.<br>In meinem Wunsch, den Dhamma zu erkennen,<br>versuchte ich, das Herz zu packen<br>um es stillzuhalten.<br>Ich klammerte mich an Etiketten des Geistes,<br>verwechselte sie mit dem Herzen,<br>bis es zur Gewohnheit wurde.<br>So war ich lange Zeit verstrickt<br>in der Beobachtung jener Dinge.<br>Falsche Etiketten verdunkelten den Geist,<br>und ich ließ mich täuschen,<br>mit den Khandhas spielend –<br>welch Irrtum!“</p><p>„Ich erhob mich endlos,<br>urteilte über andere,<br>doch erreichte nichts.<br>Auf die Fehler anderer zu schauen<br>vergiftet das Herz –<br>als würde man sich entzünden,<br>von Ruß geschwärzt, verbrannt.<br>Wer auch immer recht oder unrecht hat,<br>gut oder schlecht ist –<br>es ist ihre Angelegenheit.<br>Unsere ist es,<br>das Herz auf sich selbst zu lenken.<br>Lass keine ungeschickten Haltungen<br>sich darauf niederlassen.<br>Lass es vollkommen werden<br>in Verdienst und Geschick –<br>das Ergebnis lautet Frieden.<br>Andere als schlecht und sich selbst als gut zu sehen<br>ist ein Makel des Herzens,<br>denn man klammert sich an die Khandhas,<br>die dieses Urteil fällen.<br>Hältst du dich an die Khandhas,<br>so werden sie dich gewiss verbrennen,<br>denn Alter, Krankheit und Tod<br>treten in den Kampf –<br>voller Zorn und Begierde,<br>offensichtliche Fehler,<br>Sorgen, Kummer und Ängste,<br>während die fünf Formen der Sinnesempfindung<br>ihre unzähligen Heerscharen holen.<br>Wir finden keine Befreiung<br>von Leiden und Gefahr,<br>weil wir die fünf Khandhas für unser Eigen halten.<br>Sobald du deinen Irrtum erkennst,<br>zögere nicht.<br>Beobachte unaufhörlich<br>die Unbeständigkeit der <em>saṅkhāras</em>.<br>Gewöhnt sich der Geist daran,<br>wirst du den einen Dhamma erkennen –<br>abgeschieden im Geist.“</p><p>„‚Unbeständigkeit&rsquo; betrifft das Herz,<br>da es sich von seinen Etiketten löst.<br>Erkennst du dies, dann beobachte es<br>immer und immer wieder –<br>mitten in der Bewegung.<br>Wenn alle äußeren Objekte verblassen,<br>erscheint das Dhamma.<br>Sobald du diesen Dhamma siehst,<br>verheilt die innere Unruhe.<br>Der Geist wird sich sodann nicht mehr<br>an Dualitäten binden.<br>Schon diese eine Wahrheit<br>beendet das Spiel:<br>Das Wissen um das Nicht-Wissen –<br>so lautet die Methode für das Herz.“</p><p>„Sobald wir die Unbeständigkeit durchschauen,<br>hört die Quelle des Geistes auf,<br>neue Probleme zu erzeugen.<br>Was bleibt, ist der ursprüngliche Geist –<br>wahr, unveränderlich klar.<br>Das Wissen um die Quelle des Geistes<br>bringt Befreiung von allen Sorgen und Irrtümern.<br>Gehst du hinaus zu den Rändern des Geistes,<br>bist du sofort im Irrtum.“</p><p>„‚Dunkelheit&rsquo; entspringt dem Geist,<br>der sich am Guten festhält.<br>Jene Anhaftung<br>ist ein Konstrukt der Geist-Enden.<br>Die Quelle des Geistes<br>ist bereits gut,<br>wenn das Dhamma erscheint<br>und den Zweifel zerstreut.<br>Erkennst du den höchsten Dhamma,<br>der die Welt übersteigt,<br>werden alle alten, verworrenen Suchbewegungen<br>ausgerissen und losgelassen.<br>Das einzige verbleibende Leiden ist<br>die Notwendigkeit zu essen und zu schlafen,<br>entlang an den Gegebenheiten.<br>Das Herz bleibt gezähmt, nahe der Quelle des Geistes,<br>denkend, aber nicht verhaftet an Gedanken.<br>Die Natur des Geistes ist es, zu denken,<br>doch wenn er die Quelle des Geistes erkennt,<br>wird er von Sorgen befreit,<br>abgeschieden von Störungen<br>und still.“</p><p>„Die Natur der <em>saṅkhāras</em> –<br>wenn sie erscheinen,<br>verschwinden sie.<br>Sie alle zerfallen,<br>keines bleibt.“</p><p>„Hüte dich vor dem Geist,<br>wenn du ihn verfeinern willst,<br>denn du neigst dazu, ihn zu zwingen<br>und in der Stille zu klammern.<br>Bringe das Herz dazu,<br>immer und immer wieder<br>seine eigene Unbeständigkeit zu betrachten,<br>bis es zur Gewohnheit wird.<br>Wenn du <em>„Oh!“</em> erreichst,<br>kommt es von selbst:<br>Das Erkennen des Liedes des Herzens,<br>gleich einer Fata Morgana.<br>Der Buddha lehrte,<br>dass die Verblendungen der Einsicht<br>sich als wahr verkleiden,<br>wenn sie es in Wirklichkeit nicht sind.<br>Das Erkennen geistiger Phänomene,<br>das von selbst kommt,<br>ist unmittelbare Schau,<br>nicht wie das Hören und Verstehen<br>auf der Ebene des Fragens.<br>Die Analyse von Phänomenen,<br>geistig und körperlich,<br>ist ebenfalls keine Schau,<br>die von selbst kommt –<br>also sieh hin.<br>Das Erkennen, das von selbst kommt,<br>ist nicht dieses Lied der Gedanken.<br>Das Wissen um die Quelle des Geistes<br>und die Augenblicke des Geistes,<br>befreit die Quelle des Geistes<br>von Kummer.<br>Das sichere, selbstständig erscheinende Wissen<br>um die Quelle des Geistes - um die <em>saṅkhāras</em> –<br>die Dinge des Wandels –<br>dies ist keine Angelegenheit<br>von Heraustreten und Erkennen.<br>Es ist auch kein Wissen,<br>das auf Etiketten in Gegensätzen beruht.“</p><p>Der Geist erkennt sich selbst<br>an der Bewegung des Liedes.</p><p>Sein Wissen um die Bewegung<br>ist nichts als aufeinanderfolgende<br>Augenblicke des Geistes.<br>Tatsächlich lassen sie sich nicht trennen:<br>Sie sind eins und dasselbe.<br>Wenn der Geist zwei wird,<br>ist es <em>saññā</em>, welches Dinge verstrickt.<br>Unbeständigkeit ist sich selbst genug –<br>warum sich auf jemand anderen richten?“</p><p>„Wenn das Herz seine eigene Vergänglichkeit sieht,<br>wird es aus der Dunkelheit befreit.<br>Es verliert seinen Geschmack daran<br>und gibt seine Zweifel auf.<br>Es hört auf, nach Dingen zu suchen,<br>innen wie außen.<br>Seine Anhaftungen fallen alle fort.<br>Es lässt seine Liebe und seinen Hass,<br>alles, was es niederdrückt.<br>Es kann seine Wünsche beenden,<br>die Sorgen vergehen –<br>zusammen mit den schweren Lasten,<br>die es klagen ließen –<br>als würde ein Regenschauer<br>das Herz erfrischen.<br>Das kühle Herz erkennt sich selbst.<br>Es ist kühl,<br>weil es nicht mehr<br>in der Welt umherwandern muss,<br>um nach Menschen zu schauen.<br>Indem es die Quelle des Geistes<br>im gegenwärtigen Moment erkennt,<br>ist es unerschütterlich,<br>unberührt von Gut oder Böse,<br>denn sie müssen vergehen,<br>wie alle anderen Hindernisse.<br>Vollkommen still,<br>denkt die Quelle des Geistes nicht,<br>und deutet nichts.<br>Es bleibt allein bei seinen eigenen Dingen:<br>keine Erwartungen,<br>keine Verstrickung,<br>keine Sorgen mehr.<br>Sitzend oder liegend,<br>erkennt man an der Quelle des Geistes:<br><em>„Befreit.“</em>“</p><p>„Deine Erklärung des Pfades<br>ist tief durchdringend,<br>allumfassend und klar.<br>Doch noch eine letzte Bitte:<br>Erkläre mir ausführlich<br>den Geist,<br>der noch nicht von der Ursache des Leidens<br>befreit ist.“</p><p>„Die Ursache des Leidens<br>ist Anhaftung und Liebe,<br>völlig betört,<br>schafft sie immer neue Daseinszustände,<br>ohne zu ermüden.<br>Auf niederer Ebene sind die Makel<br>die fünf Stränge der Sinneswahrnehmung;<br>auf höherer Ebene<br>die Anhaftung an <em>jhāna</em>.<br>Was diese Dinge im Geist bewirken?<br>Alles dreht sich darum,<br>von <em>saṅkhāras</em> gebannt zu sein,<br>gefangen in dem,<br>was lange Zeit geschah –<br>es als gut zu sehen,<br>das Herz mit Irrtum zu nähren,<br>es in Rastlosigkeit<br>und Zerstreuung ausufern zu lassen.<br>Betört von Irrtum, ohne Scham,<br>gefesselt an das Bewundern<br>alles Begehrten –<br>vergessen, sich selbst zu sehen,<br>ohne jede Ahnung der Gefahr;<br>betört vom Blick auf die Fehler anderer,<br>empört über ihr Böses,<br>doch die eigenen Fehler<br>als nichts betrachtend.<br>So groß die Fehler anderer auch sein mögen –<br>sie können uns nicht in die Hölle stürzen.<br>Doch unsere eigenen Fehler<br>können uns sofort in die tiefste Hölle reißen,<br>selbst wenn sie kaum<br>eine sichtbare Trübung sind.<br>Also halte Ausschau nach deinen Fehlern,<br>bis es zur Gewohnheit wird.<br>Meide sie –<br>und du wirst gewiss<br>Frieden finden,<br>frei von Gefahr und Furcht.<br>Erkennst du deine Fehler klar,<br>dann schneide sie ab – sofort.<br>Zögere nicht,<br>sonst wirst du sie nie los.“</p><p>„Das unaufhörliche Verlangen nach Gutem –<br>das ist die Ursache des Leidens.<br>Es ist ein großes Vergehen:<br>die übermäßige Angst vor dem Schlechten.<br>„Gut“ und „Schlecht“ sind Gifte des Geistes,<br>gleich Speisen, die Fieber entfachen.<br>Der Dhamma bleibt unklar,<br>weil wir tief im Herzen<br>uns nach dem Guten sehnen.<br>Wächst das Verlangen nach Gutem,<br>zerrt es den Geist<br>in tobende Gedanken,<br>bis er sich selbst aufbläht mit Übel,<br>und alle seine Trübungen sich mehren.<br>Je größer der Irrtum,<br>umso stärker gedeihen sie,<br>und tragen einen immer weiter<br>fort vom wahren Dhamma.“</p><p>„Diese Erklärung der Ursache des Leidens<br>diszipliniert mein Herz.<br>Zu Anfang war die Bedeutung<br>noch wirr und zersplittert,<br>doch als du den Pfad erklärtest,<br>bewegte sich mein Herz nicht mehr –<br>in Ruhe verweilend,<br>still und friedlich,<br>endlich zur Vollendung gelangt.“</p><p>„Dies nennt man die Verwirklichung<br>der Befreiung von den Khandhas –<br>ein Dhamma, das unbewegt verweilt,<br>ohne Kommen oder Gehen,<br>eine wahre Natur – die einzige –<br>ohne etwas, das sie<br>ablenken oder antreiben könnte.“</p><p>Damit endet die Erzählung.<br>Ob recht oder nicht –<br>betrachte es mit Einsicht,<br>bis du es wirklich erkennst.</p>]]></description>
                    

                    
                        <guid isPermaLink="false">tag:tivagaro.de,0001-01-01:/ballade-der-befreiung/</guid>
                    

                    
                        <link>https://tivagaro.de/ballade-der-befreiung/</link>
                    

                    
                        

                        

                        <atom:link href="https://tivagaro.de/ballade-der-befreiung/" hreflang="de-de" rel="alternate" type="text/html"/>
                    

                    

                    
                        <pubDate>Mon, 01 Jan 0001 00:00:00 UTC</pubDate>
                    

                    
                        <title>Die Ballade der Befreiung von den Khandhas</title>
                    
                </item>
            
        
            
                <item>
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    

                    

                    

                    

                    

                    
                    
                    

                    

                    
                        <description><![CDATA[<div style="display:flex;flex-wrap:wrap;gap:32px;align-items:center;margin:20px 0"><img src=https://tivagaro.de/images/Seminare.jpg alt=Seminare style="width:100%;max-width:340px;height:auto;border-radius:12px;box-shadow:0 10px 30px rgba(0,0,0,.1)"><div style=flex:1;min-width:260px><p>Ich biete regelmäßig mehrtägige Workshops und Seminare an, in denen Meditationspraxis mit Inhalten des Theravāda-Buddhismus verbunden wird. Über kommende Veranstaltungen informiert der <a href=https://tivagaro.de/newsletter/>Newsletter</a>.</p><p>Du bist Veranstalter oder möchtest ein Gruppenseminar organisieren? Dann nimm gerne <a href=https://tivagaro.de/kontakt/>Kontakt</a> mit mir auf.</p></div></div>]]></description>
                    

                    
                        <guid isPermaLink="false">tag:tivagaro.de,0001-01-01:/seminare/</guid>
                    

                    
                        <link>https://tivagaro.de/seminare/</link>
                    

                    
                        

                        

                        <atom:link href="https://tivagaro.de/seminare/" hreflang="de-de" rel="alternate" type="text/html"/>
                    

                    

                    
                        <pubDate>Mon, 01 Jan 0001 00:00:00 UTC</pubDate>
                    

                    
                        <title>Seminare</title>
                    
                </item>
            
        
            
                <item>
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    

                    

                    

                    

                    

                    
                    
                    

                    

                    
                        <description><![CDATA[<div style="display:flex;flex-wrap:wrap;gap:32px;align-items:center;margin:20px 0"><img src=https://tivagaro.de/images/pile.png alt=Übersetzungen style="width:100%;max-width:340px;height:auto;border-radius:12px;box-shadow:0 10px 30px rgba(0,0,0,.1)"><div style=flex:1;min-width:260px><h3><a href=https://tivagaro.de/buddhadhamma-digital/ target=_blank rel="noopener noreferrer">Buddhadhamma</a></h3><p>Das Buddhadhamma ist eine umfassende Darstellung der buddhistischen Lehren des Theravāda. Es legt detailliert dar, wie Buddhismus als Lebensphilosophie und praktischer Weg funktioniert. Es erörtert zentrale Konzepte, ist klar strukturiert, verständlich und zeitgerecht formuliert.</p><h3><a href=https://tivagaro.de/ballade-der-befreiung/>Ajahn Mun: Die Ballade der Befreiung von den Khandhas</a></h3><p>Phra Ajaan Mun Bhuridatta Mahathera (1870–1949) war ein einflussreicher thailändischer Waldmönch und gilt als Mitbegründer der modernen thailändischen Waldtradition. In der Ballade über die „Befreiung der Khandhas“ vermittelt er tiefe Einsichten in die Natur des Geistes und der fünf Daseinsgruppen. Der Text spiegelt seine Verwirklichung wider und dient als Inspiration für Praktizierende. Zugleich setzt er ein grundlegendes Verständnis buddhistischer Modelle und zahlreicher Pali-Begriffe voraus. Diese Darstellung kann als Erfahrungsbericht eines unmittelbaren Zeugen der Praxis betrachtet werden.</p></div></div>]]></description>
                    

                    
                        <guid isPermaLink="false">tag:tivagaro.de,0001-01-01:/uebersetzungen/</guid>
                    

                    
                        <link>https://tivagaro.de/uebersetzungen/</link>
                    

                    
                        

                        

                        <atom:link href="https://tivagaro.de/uebersetzungen/" hreflang="de-de" rel="alternate" type="text/html"/>
                    

                    

                    
                        <pubDate>Mon, 01 Jan 0001 00:00:00 UTC</pubDate>
                    

                    
                        <title>Übersetzungen</title>
                    
                </item>
            
        
            
                <item>
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    

                    

                    

                    

                    

                    
                    
                    

                    

                    
                        <description><![CDATA[<div style="display:flex;flex-wrap:wrap;gap:32px;align-items:center;margin:20px 0"><a href="https://lesen.amazon.de/sample/B0GSKGJTGM?clientId=share" target=_blank rel="noopener noreferrer"><img src=https://tivagaro.de/images/Deu-1-But.png alt="Wo ist die Katze, wenn sie schläft?" style="width:100%;max-width:340px;height:auto;border-radius:12px;box-shadow:0 10px 30px rgba(0,0,0,.1)"></a><div style=flex:1;min-width:260px><p>– Eine biographische Skizze des historischen Buddha.<br>– Eine Darlegung seiner zentralen Modelle.<br>– Die Geschichte eines seiner Schüler – vom Türsteher zum Bhikkhu.</p><p>Als Paperback und Ebook bei <a href=https://www.amazon.de/dp/B0GSKGJTGM target=_blank rel="noopener noreferrer"><strong>Amazon</strong></a> erhältlich.</p></div></div>]]></description>
                    

                    
                        <guid isPermaLink="false">tag:tivagaro.de,0001-01-01:/katze/</guid>
                    

                    
                        <link>https://tivagaro.de/katze/</link>
                    

                    
                        

                        

                        <atom:link href="https://tivagaro.de/katze/" hreflang="de-de" rel="alternate" type="text/html"/>
                    

                    

                    
                        <pubDate>Mon, 01 Jan 0001 00:00:00 UTC</pubDate>
                    

                    
                        <title>Wo ist die Katze, wenn sie schläft?</title>
                    
                </item>
            
        
            
                <item>
                    
                    
                    
                    
                    
                    
                    

                    

                    

                    

                    

                    
                    
                    

                    

                    
                        <description><![CDATA[<div style="display:flex;flex-wrap:wrap;gap:32px;align-items:center;margin:20px 0"><img src=https://tivagaro.de/images/antenne.jpg alt=YouTube style="width:100%;max-width:340px;height:auto;border-radius:12px;box-shadow:0 10px 30px rgba(0,0,0,.1)"><div style=flex:1;min-width:260px;text-align:center><a href=https://www.youtube.com/@Tivagaro target=_blank rel="noopener noreferrer" style=display:inline-block;font-size:3rem;color:red;line-height:1><i class="bi bi-youtube"></i></a><p style=margin-top:.5rem><a href=https://www.youtube.com/@Tivagaro target=_blank rel="noopener noreferrer">youtube.com/@Tivagaro</a></p></div></div>]]></description>
                    

                    
                        <guid isPermaLink="false">tag:tivagaro.de,0001-01-01:/youtube/</guid>
                    

                    
                        <link>https://tivagaro.de/youtube/</link>
                    

                    
                        

                        

                        <atom:link href="https://tivagaro.de/youtube/" hreflang="de-de" rel="alternate" type="text/html"/>
                    

                    

                    
                        <pubDate>Mon, 01 Jan 0001 00:00:00 UTC</pubDate>
                    

                    
                        <title>YouTube</title>
                    
                </item>
            
        
    </channel>
</rss>
