101 Fragen

Die Serie 101 Fragen – von der Kinderstimme bis zum Sterbebett greift Fragen auf, die Menschen in den verschiedenen Zeiten des Lebens begegnen: in der Kindheit, in der Jugend, im Erwachsenenalter, im höheren Alter und am Sterbebett.

Jede Folge beleuchtet zunächst den aktuellen Stand der Forschung zum jeweiligen Thema. Darauf folgt eine Einordnung aus der frühen buddhistischen Lehre. Beide Teile sind in etwa gleichgewichtig angelegt und stehen offen nebeneinander; welche Schlüsse sich daraus ziehen lassen, mag je nach Thema unterschiedlich ausfallen und bleibt letztlich der Hörerin und dem Hörer überlassen.

Die einzelnen Folgen erscheinen nicht in fester Reihenfolge, sondern greifen nach und nach unterschiedliche Lebensphasen auf.

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Kinder

101 Fragen

Wo war ich, bevor ich da war?

Ein vierjähriges Kind fragt: Wo war ich, bevor ich da war? – und rührt damit an eine Stelle, an der Entwicklungspsychologie und frühbuddhistische Lehre sich auf überraschende Weise begegnen. Warum die Frage in ihrer Grundannahme bereits einen Fehler enthält, und was ein buddhistisch versierter Mensch einem Kind darauf antworten würde, entfaltet dieser Beitrag.

Erwachsene

Ist Denken eine Pflicht?

101 Fragen

Ist Denken eine Pflicht? – Was die Forschung zeigt

Krähen lösen Probleme, Oktopusse bauen Werkzeuge, Bienen bilden abstrakte Konzepte – Denken ist nicht allein dem Menschen vorbehalten. Doch was unterscheidet seinen Geist, und kann ein Mensch überhaupt nicht denken? Dieser Beitrag fasst die wichtigsten Befunde der Kognitions-, Verhaltens- und Meditationsforschung zusammen: von Nicola Claytons Untersuchungen zum episodischen Gedächtnis bei Buschhähern über Julian Finns Nachweis des Werkzeuggebrauchs beim Kokosnuss-Oktopus und Martin Giurfas Studien zu abstrakten Konzepten bei Honigbienen bis hin zu Matthew Killingsworth und Daniel Gilberts Untersuchung des wandernden Geistes sowie Judson Brewers und Matthew Sacchets bildgebenden Studien an erfahrenen Meditierenden.

101 Fragen

Ist Denken eine Pflicht? – Eine buddhistische Antwort

Im ungeübten Geist wuchert das Denken, im geübten klärt es, in der Vertiefung entfällt es. Dieser Beitrag stellt die buddhistische Antwort auf die Frage nach dem Denken vor: die geistige Wucherung (papañca) mit ihren drei Wurzeln Begehren (taṇhā), Dünkel (māna) und Ansichten (diṭṭhi); die weise Reflexion (yoniso manasikāra) als prüfendes Denken; sowie die acht Stufen tiefer Sammlung (jhāna), in denen gerichtetes Denken (vitakka) und verweilendes Erwägen (vicāra) zur Ruhe kommen. Mit Bezügen auf das Dhammapada und die Lehrrede des Mönchs Mahā-Kaccāna zur Entstehung geistiger Wucherungen aus der Wahrnehmung.

101 Fragen

Du bist falsch, sagt die Schuld. Stimmt das?

Was der Westen mit einem einzigen Wort verhandelt, zerlegt der Pāli-Kanon in drei – und kommt dabei zu einem anderen Schluss. Was diese Unterscheidung leistet, was die Hirnforschung dazu beizutragen hat, und wo Wissenschaft und früher Buddhismus in ihrer Antwort auseinandergehen, entfaltet dieser Beitrag in zwei Kapiteln.

Ältere Menschen

War mein Leben erfolgreich?

101 Fragen

War mein Leben erfolgreich? – Was die Forschung zeigt

Es gilt als selbstverständlich, dass Menschen im Alter Bilanz ziehen – doch knapp die Hälfte der sehr alten Menschen tut dies gar nicht, ohne dass ihnen dabei etwas fehlte. Dieser Beitrag fasst die wichtigsten Befunde der Alters- und Lebenslaufforschung zusammen: vom Lebensrückblick nach Robert Butler über Sharan Merriams empirische Untersuchungen, die Reminiszenz-Forschung um Jeffrey Webster und Ursula Staudinger bis zur Harvard Grant Study und Laura Carstensens Theorie der sozioemotionalen Selektivität.

101 Fragen

War mein Leben erfolgreich? – Eine buddhistische Antwort

Alles, was im gewöhnlichen Sinn als Erfolg gilt, vergeht wieder – Geld, Ansehen, Beziehungen, Erfahrungen. Was wäre dann ein gelungenes Leben im Sinne der frühen buddhistischen Lehre? Dieser Beitrag entfaltet die Antwort entlang der vier Stationen des Übungsweges: vom Strom-Eintritt (sotāpatti) über Einmalwiederkehr und Nichtwiederkehr bis zur Arahantschaft, an der die Frage nach Erfolg in sich zusammenfällt.